Teil eines Werkes 
1. Bd. (1827)
Entstehung
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Kuluf und Dilara. 229

wohl, daß es ein Menſch iſt, der nicht weiß, wo er ſein Haupt hinlegen ſoll, und der euch gerne noͤthigen moͤchte, ihm noch irgend ein anſehnliches Geſchenk zu machen.

Ei! wenn es nur darauf ankoͤmmt ſagte Mu⸗ ſaffer,ſo ſoll er bald befriedigt ſein: bietet ihm hun⸗ dert Zeckienen, und er mag ſo eilig und heimlich die Stadt verlaßen, wie ich es von ihm fordere.

Nein, nein, Herr Muſaffer, rief Kuluf dazwi⸗ ſchen, als er ihn ſo reden hoͤrte,ihr moͤget immer⸗ hin die Summe verdoppeln, ja ihr moͤget mir zehn⸗ tauſend geben und noch die reichſten Stoffe eurer Waa⸗ renlager hinzufuͤgen, umſonſt, ich werde nimmer ein ſo heiliges Buͤndnis brechen.

Junger Mann, ſagte hierauf Daniſchmend zu ihm,ihr benehmt euch nicht klug in dieſer Angelegen⸗ heit: ich rathe euch, die hundert Zeckienen anzunehmen und unverzuͤglich eure Frau zu verſtoßen; denn wenn ihr uns zwinget, dieſen Vorfall offenkundig zu machen, ſo wird es, auf mein Wort, euch gereuen.

Eure Drohungen, erwiederte der Sohn Abdallahs, verſchrecken mich nicht. Ihr koͤnnt mich nicht zwin⸗ gen, ein Buͤndnis zu zerreißen, welches die Geſetze beſchuͤtzen.

Ha! das iſt zu viel, unterbrach ihn an dieſer Stelle der jaͤhzornige Taher, der viel Muͤhe hatte, ſo lange an ſich zu halten und zu ſchweigen.Laßt uns