Teil eines Werkes 
1. Bd. (1827)
Entstehung
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Abulkaſem. 17

Dieſer Gedanke beſchaͤftigte ihn noch, als Abulka⸗ ſem wieder in den Saal trat, in Begleitung eines klei⸗ nen Knaben, ſchoͤn wie die Sonne. Dieſes liebliche Kind trug einen Rock von Goldſtoff, mit Perlen und Diamanten geſtickt, und hielt in ſeiner Hand eine Schale aus einem einzigen Rubin, gefuͤllt mit einem purpurrothen Weine. Er naͤherte ſich dem Chalyfen, knieete vor ihm nieder, und bot ihm die Schale dar. Der Fuͤrſt ſtreckte die Hand darnach aus, nahm ſie, und ſetzte ſie an den Mund: aber, o er⸗ ſtaunliches Wunder! nachdem er getrunken hatte, be⸗ merkte er, indem er die Schale dem Knaben wieder gab, daß ſie noch ganz voll war. Er nimmt ſie ſo⸗ gleich wieder, und nachdem er ſie abermals an den Mund geſetzt hat, leert er ſie bis auf den letzten Tropfen aus: er gibt ſie dem Knaben zuruͤck, und in demſelben Augenblicke ſieht er, daß ſie ſich wieder fuͤllt, ohne daß jemand etwas hineingießt. Bei dieſer wunderbaren Erſcheinung ſtieg Haruns

Erſtaunen aufs hoͤchſte, und ließ ihn den Baum und den Pfau vergeſſen. Er fragte wie dieſes zuginge, und Abulkaſem antwortete ihm:

Dieß iſt das Werk eines alten Weiſen, welcher alle Geheimniſſe der Natur kannte.

Nach dieſen Worten, nahm er den Knaben bei der Hand, und ging mit ihm abermals ungeſtuͤm aus dem Saale.

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