Teil eines Werkes 
1. Bd. (1827)
Entstehung
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2. Tag.

auf wieder, mit einer Ruthe in der einen Hand, und in der andern einen kleinen Baum, deſſen Stamm von Silber, die Blaͤtter von Smaragden und die Fruͤchte von Rubinen waren. Auf dem Gipfel dieſes Baumes ſaß ein goldener ſchoͤn gearbeiteter Pfau, deſſen Leib mit Ambra, Alboegeiſt und anderen Wohlgeruͤchen an⸗ gefuͤllt war. Abulkaſem ſetzte dieſen Baum zu den Fuͤßen des Kaiſers, und ſchlug mit ſeiner Ruthe den Pfau auf den Kopf: da breitete der Pfau die Fluͤgel aus, ſein Schweif begann ſich mit großer Geſchwin⸗ digkeit zu drehen; und indem er ſich ſo drehte, ſtiegen die Wohlgeruͤche, mit welchen er angefuͤllt war, auf allen Seiten empor und durchdufteten den ganzen Saal.

Der Chalyf konnte nicht muͤde werden, den Baum und den Pfau zu betrachten, und er aͤußerte noch ſeine Bewunderung derſelben, als Abulkaſem ſie ergriff un ſie ſehr ungeſtuͤm hinwegtrug.

Alraſchid war betroffen uͤber dieß Benehmen und ſagte bei ſich ſelber:Was ſoll das heißen? dieſer junge Menſch, duͤnkt mich, weiß ſich nicht ſo gut zu betragen, wie ich glaubte: er entzieht mir dieſen Baum und den Pfau, indem er mich noch mit ihrer Betrachtung beſchaͤftigt ſieht: hat er etwa Furcht, ich werde ihn bitten, mir ein Geſchenk damit zu ma⸗ chen? Ich fuͤrchte, daß Giafar ihm mit Unrecht den Beinamen eines Großmuͤthigen gegeben hat.