Abulkaſem. 4 15
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koͤſtlichem Geſchmacke. Die Knaben koſteten von ihren Brandweinen, um ſie dem Chalyfen darzubieten. Die⸗ ſer trank davon, und obwohl er an die koͤſtlichſten des ganzen Morgenlandes gewoͤhnt war, ſo geſtand er doch, daß er noch niemals beſſere getrunken haͤtte.
Als hieruͤber die Stunde des Mittageſſens gekommen war, ließ Abulkaſem ſeinen Gaſt in einen andern Saal treten, wo ſie eine Tafel mit den erleſenſten Gerichten, in Schuͤſſeln von gediegenem Golde, beſetzt fanden.
Nach beendigter Malzeit, nahm der junge Mann den Chalyfen bei der Hand und fuͤhrte ihn in einen
zert, wovon Harun entzuͤckt wurde.„Ich habe,“ ſagte er bei ſich ſelber,„in meinem Palaſt bewun⸗ dernswuͤrdige Stimmen, aber ich muß geſtehen, daß ſie mit dieſen hier nicht in Vergleichung kommen koͤn⸗ nen. Ich begreife nicht, wie ein Privatmann ſo viel Vermoͤgen haben kann, ſo praͤchtig zu leben.“
1 aͤhrend der Fuͤrſt beſonders aufmerkſam war auf eine Stimme, deren Lieblichkeit ihn hinriß, ging Abul⸗ kaſem aus dem Saal, und kam einen Augenblick dar⸗


