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„Bruder, ich wuͤnſchte wohl, daß ihr euch bemuͤh⸗ tet, zum Herrn Abulkaſem zu gehen, um ihm zu mel⸗ den, daß ein Fremder ihn zu ſprechen wuͤnſcht.“
Der Bediente erkannte wohl an Haruns Ausſehen, daß er kein gemeiner Menſch war; er lief hin, ihn ſeinem Herrn anzumelden, welcher bis in den Hof her⸗ auskam, den Fremden zu empfangen, ihn bei der Hand nahm, und ihn in einen ſehr ſchoͤnen Saal fuͤhrte. Hier ſagte der Chalyf dem jungen Manne, er haͤtte von ihm ſo viel Ruͤhmens gehoͤrt, daß er dem Verlangen nicht widerſtehen koͤnnen, ihn zu ſehelt
Abulkaſem antwortete auf dieſen Lobſpruch ſehr be⸗
ſcheiden; und nachdem er den Gaſt auf das Sofa ge⸗
noͤthigt hatte, fragte er ihn, aus welchem Lande er waͤre, welches Gewerbe er haͤtte, und wo er in Basra wohnete.
„Ich bin ein Kaufmann aus Bagdad,“ antwor⸗ tete der Kaiſer,„und in der erſten Karavanſerei, welche ich bei meiner Ankunft traf, habe ich Herberge genommen.“
Nach einer kurzen Unterhaltung, erſchienen in dem Saale zwoͤlf weiße Knaben mit Gefaͤßen von Agat und Bergkryſtall, welche mit Rubinen geſchmuͤckt und mit den koͤſtlichſten Brandweinen gefuͤllt waren. Ihnen folg⸗ ten zwoͤlf ſehr ſchoͤne Sklavinnen, deren einige trugen Porcelan⸗Becken voll Fruͤchte und Blumen, und an⸗ dere goldene Schalen mit allerlei Kraͤuterzucker von


