Teil eines Werkes 
1. Bd. (1827)
Entstehung
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12 1. Tag.

Ja, Herr, antwortete der Wirth,und wenn ich hundert Muͤnde haͤtte, und in jedem hundert Zun⸗ gen, ſo koͤnnte ich euch nicht alle die großmuͤthigen Handlungen erzaͤhlen, welche er ausgeuͤbt hat.

Da der Chalyf der Ruhe bedurfte, ſo legte er ſich nieder, nachdem er einige Speiſe zu ſich genommen hatte.

Er ſtand am andern Morgen ſehr fruͤt auf und ging in der Stadt ſpazieren bis zu Sonnen Aufgang. Hierauf naͤherte er ſich dem Laden eines Schneiders, und fragte nach Abulkaſems Wohnung.

He, aus welchem Lande ſeid ihr denn? fragte ihn der Schneider.Ihr muͤßt wohl niemals nach Basra gekommen ſein, weil ihr nicht wißt, wo der Herr Abulkaſem wohnt: ſein Haus iſt bekannter, als der Palaſt des Koͤnigs.

Die Amme der Prinzeſſinn Farruͤchnas wurde bei dieſer Stelle durch die Ankunft einer Sklavinn unter⸗ brochen, der es taͤglich oblag, die Prinzeſſinn zu be⸗ nachrichtigen, wenn es Zeit waͤre, zum Mittagsgebete zu gehen. Sobald dieſe Sklavinn erſchien, ſtieg Far⸗ ruͤchnas aus dem Bade und kleidete ſich an. Die Amme hoͤrte auf zu erzaͤhlen, nahm aber am folgen⸗ den Tage, als ihre Herrinn wieder ins Bad gegan⸗ gen war, den Faden ihrer Erzaͤhlung wieder auf.