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mer, und ich bin von ſeinem großmuͤthigen Weſen entzuͤckt worden.“
Bei dieſen Worten konnte der heftige Alraſchid ſei⸗ nen Zorn nicht laͤnger zuruͤckhalten:„du biſt ſehr un⸗ verſchaͤmt,“ rief er aus,„einen Unterthanen mit mir zu vergleichen. Deine Unklugheit ſoll nicht ungeſtraft bleiben.“
Indem er dieß ſagte, winkte er den Hauptmann ſeiner Wache herbei, und befahl ihm, den Veſyr Gia⸗ far zu verhaften.
Hierauf ging er in das Gemach der Fuͤrſtinn So⸗ beide, ſeiner Gemahlinn, welche vor Schreck er⸗ bleichte, als ſie ſein zorniges Antlitz ſah.
„Was iſt euch, Herr?“ ſprach ſie zu ihm:„wer hat euch in dieſe Bewegung verſetzt, in welcher ich euch ſehe?“
Er unterrichtete ſie von dem, was eben vorgegan⸗ gen war, und beklagte ſich uͤber ſeinen Veſyr in Aus⸗ druͤcken, welche Sobeide'n zeigten, wie ſehr er gegen ſeinen Miniſter aufgebracht war. Aber dieſe kluge Fuͤrſtinn ſtellte ihm vor, daß er ſeinen Zorn zuruͤck⸗ halten und jemand nach Basra ſenden muͤßte, um die Sache zu bewaͤhren; und wenn er ſie falſch befaͤnde, muͤßte der Veſyr geſtraft werden; im Gegentheil aber, wenn ſie wahr waͤre, was ſie nicht denken koͤnnte, waͤre es ungerecht, ihn als einen Verbrecher zu be⸗ handeln.


