Teil eines Werkes 
1. Bd. (1827)
Entstehung
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Abulkaſem. 9

man an eurem Hofe ſieht. Begnuͤget euch, daß die einen dem Himmel danken, in eurem Reiche geboren zu ſein, waͤhrend die anderen ſich Gluͤck wuͤnſchen, ihr Vaterland verlaſſen zu haben, um hier unter eu⸗ ren Geſetzen zu leben.

Harun war empfindlich uͤber dieſe Worte; er ſah ſeinen Veſyr mit ſtolzem Blick an, und fragte ihn, ob er jemand kennte, der ihm an Großmuth zu ver⸗ gleichen waͤre.

Ja, Herr, antwortete Giafar;es giebt in der Stadt Basra) einen jungen Mann namens Abul⸗ kaſem; obwohl ein bloßer Buͤrger, lebt er jedoch praͤchtiger, als die Koͤnige; und ohne Euer Majeſtaͤt auszunehmen, kein Fuͤrſt auf der Welt iſt großmuͤthi⸗ ger, als er.

Der Chalyf ward feuerroth bei dieſer Rede, und ſeine Augen funkelten vor Zorn:Weißt du wohl, ſprach er,daß ein Unterthan, der die Frechheit hat, ſeinen Herrn zu beluͤgen, den Tod verdient?

Ich behaupte nichts, als die Wahrheit, erwie⸗ derte der Veſyr.Auf meiner letzten Reiſe nach Basra habe ich dieſen Abulkaſem geſehen, ich bin in ſeinem Hauſe geweſen, meine Augen, obſchon an eure Schaͤtze gewoͤhnt, ſind erſtaunt uͤber ſeine Reichthuͤ⸗

*) Gemeinlich, nach Ital. Ausſprache Balſora genannt.