Erſter Tag.
Geſchichte des Abulkaſem Basry.
„Alue Geſchichtſchreiber ſtimmen darin uͤberein, daß der Chalyf Harun Alraſchid, wie der maͤchtigſte, ſo auch der vollkommenſte Fuͤrſt ſeines Zeitalters ge⸗ weſen waͤre, wenn er nicht ein wenig zu ſtarken Hang zum Jaͤhzorn und eine unertraͤgliche Eitelkeit gehabt haͤtte. Er ſagte alle Augenblicke, es gaͤbe keinen Fuͤrſten auf der Welt, der ſo großmuͤthig waͤre, wie er.
Giafar, ſein Groß-Veſyr, konnte nicht dulden, daß er ſich ſelber alſo ruͤhmte, und nahm ſich eines Tages die Freiheit zu ihm zu ſagen:
„ mein unumſchraͤnkter Herr, Beherrſcher der Erde, verzeihet eurem Sklaven, wenn er es wagt, euch vorzuſtellen, daß es euch nicht ziemt, euch ſel⸗ ber zu loben. Ueberlaſſet eure Lobpreiſung euren Un⸗ terthanen und jenem Haufen von Fremden, welche


