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216 Neunzehntes Kapitel.
mit weißen freundlichen Gebäuden; da ſchauen halbverſteckt aus dem lieblichen Grün blühender Orangenhaine die braun⸗ ſchwarzen, zerklüfteten Trümmer des Coloſſeums von der Tiefe zu uns empor. Da erhebt ſich aus der Terraſſe ſelbſt eine leichte Marmorſchaale in eleganten Formen und ſpritzt zeinen klaren Waſſerſtrahl in die warme, duftige Frühlings⸗ luft. Da—— 1 Am Eingange des Caſino's, im Schatten der Wein⸗ laube, all' das unbeſchreiblich Schöne vor ſich, das wir mit ſchwachen Umriſſen zu ſchildern verſucht, ſteht ein alter Steintiſch— es iſt eine röthliche Marmorplatte auf einem weißmarmornen Capitäl— und an dieſem Tiſche ſitzt ein kleiner Mann, der den Kopf in beide Hände geſtützt hat, aber nicht aus Müdigkeit oder Unluſt, ſondern weil er auf dieſe Art bequemer in einem Zeitungsblatt leſen zu können glaubt, welches vor ihm aufgeſchlagen liegt.
Aus dieſem Zeitungsblatte liest er einem Andern laut
Wir kennen ihn wohl, den Andern, und wenn auch ſeine Geſichtsfarbe noch ſehr bleich iſt, ſo haben doch ſeine Augen jenes unheimliche Feuer verloren, womit er damals alle erſchreckte, die er anſchaute. Sein blondes Haar iſt ſorg⸗ fältig geſcheitelt, er trägt einen einfach grauen Rock und einen grünen Kragen und hält ſeine feinen weißen Hände gefaltet auf den Knieen, Auch das Zucken um ſeine Mund⸗ winkel hat ſich verloren, und wenn ſich dieſe hin und wieder
vor, der ſich an der andern Seite des Tiſches befindet.
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