Teil eines Werkes 
2. Bd. (1860)
Entstehung
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10 Zwölftes Kapitel.

gebracht, da dieſe verſprochen, auf alle Fälle für ihre Zu⸗ kunft zu ſorgen. 5

Jetzt ſchritten die beiden jungen Leute mit einander dahin; ſie hatte einen Strauß Feldblumen in der Hand, und da ſie ihm unbefangen davon anbot, ſo nahm er einige Blüthen, die er auf ſeinen Hut ſteckte. Das Mädchen ſprach mit leuchtenden Blicken von all dem Schönen, was ſie heute Morgen geſehen, und zeigte dabei ihr warmes Ge⸗ fühl, ſo treffende Vergleiche, ein ſo richtiges Urtheil, daß ihr der Maler mit großem Intereſſe zuhörte. Hatte ſie doch ſo manches beobachtet, was ihm entgangen; erzählte ſie ihm doch von förmlichen Bildern, welche ſie ſich vorge⸗ ſtellt, ja verſchönerte dieſe Anſichten mit ihrer lebhaften Phantaſie. Der Tannhäuſer träumte mehr als je, daß dort um die Ecke jenes Felſens, hinter welchem ſich der Weg ſeinen Blicken verbarg, Wulf ſitzen müſſe, neben ihm Vater Piſani ſie konnten ja ganz gut die Reiſe gemein⸗ ſchaftlich mit einander machen und während die Beiden vorausgegangen waren, kam er mit Franceska lang⸗ ſamer nach..

Aus all' dieſen Träumereien weckte ihn das Klirren und Raſſeln des Reiſewagens der Fürſtin, der jetzt, da der Weg ebener ging, ſchneller fuhr und bald dicht hinter ihm war. Sie blickte heraus und erſuchte ihn lächelnd einzu⸗

ſteigen. Eliſe eilte mit flüchtigen Schritten nach dem Four⸗

gon, von woher ihr der alte Kammerdiener winkte.

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