Teil eines Werkes 
1. Bd. (1860)
Entstehung
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Eilftes Kapitel.

Kopf tief in die Hände vergraben und Stunden lang dort liegen bleiben im finſteren Nachgrübeln.

In ſolchen Augenblicken gingen traurige, ja ſchreckliche Gebilde durch ſeine Seele; er konnte ſchaudernd emporfah⸗ ren, ſein zuckender Mund konnte die Worte hervorſtoßen: Fort! fort! er konnte mit allen Zeichen der Angſt der Thüre zueilen, um an derſelben ſtehen zu bleiben und wieder umzukehren.

Wenn er ſich nur von dem reichen, üppigen Leben hätte losreißen können, mit deſſen Genüſſen ihn die Fürſtin wie abſichtlich umſtrickte. War er doch nicht im Stande, irgend einen Wunſch auszuſprechen, den ſie ihm nicht erfüllt hätte. Und er wünſchte zuweilen recht ausſchweifend, nur um ein⸗ mal das Wort:unmöglich zu hören. Daß er dabei durchaus weder eigennützig, noch habgierig war, mußte man vielleicht zu ſeinem Lobe ſagen, er ſchien den Werth des Geldes nicht zu kennen, noch zu achten, und ſein eigenes reiches Einkommen warf er für Phantaſieen, für Spielereien in Summen hin, gerade ſo wie er früher in ſeinen be⸗ ſchränkteren Verhältniſſen eine Kleinigkeit ebenfalls mit leich⸗ tem Herzen ausgegeben. Oft kam ihm freilich die Idee, mit dieſer unſinnigen Verſchwendung einzuhalten und ſich irgend etwas zu erſparen. Aber es war ihm das unmög⸗ lich; es war als brenne das Gold in ſeinem Schreibpulte, die Papiere in ſeiner Brieftaſche, war es ihm doch faſt, als habe er das vielleicht, richtige Gefühl, ſpäter einmal