Teil eines Werkes 
1. Bd. (1860)
Entstehung
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. 232 Eilftes Kapitel.

ſiaſtiſch für ihn eingenommen war, malte er ein P. unter ſeine Arbeit und ſuchte einen der wenigen Bekannten auf, mit denen er in Verkehr geblieben war, auf den er ſich aber verlaſſen konnte, und bat ihn, das Bild an einen Händler in einer entfernten Stadt zu ſchicken, es nicht zu empfehlen, nur zu ſagen, es komme von einem Anfänger, dem es erwünſcht wäre, einen Kauf abzuſchließen, der aber in Noth ſei und deßhalb eine höhere Forderung machen müſſe, als vielleicht der Arbeit gegenüber gerechtfertigt er⸗ ſcheine.

Der Bekannte Tannhäuſers fragte durchaus nicht, aus welchem Grunde er die Beſorgung des Bildes übernehmen ſolle, er fragte überhaupt gar nichts; ihm war es glaub⸗ würdig, was ihm der Maler geſagt, am allerwenigſten ſchien er die Anſicht zu haben, als könne das Gemälde von Tannhäuſer ſelbſt ſein. Aber er betrachtete es lange und aufmerkſam von nah und ferne, wobei dem Andern heftig das Herz klopfte.

Der Bekannte war ein Kunſtkenner; er nickte mit dem Kopfe und ſagte endlich:Schön, ſehr ſchön, eine gute Idee und vortrefflich gemalt. Es hat Aehnlichkeit mit den Sachen von Potowski; nur iſt dies noch kecker und flotter behandelt.

Wer iſt Potowski? fragte Tannhäuſer mit etwas un⸗ ſicherer Stimme, nachdem er einen tiefen Athemzug gethan.

Der Kunſtkenner ſchaute den Maler mit einem eigen⸗ thümlich lächelnden Blicke an; es war, als wolle er ſagen: