Teil eines Werkes 
1. Bd. (1860)
Entstehung
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Der Maler Potowski. 229

er nichts von dem Ziele derſelben erwähnt, ſondern ſchien abſichtlich alle Welt darüber in Ungewißheit laſſen zu wollen. Der Maler hatte dies für eins von den vielen Manövern des Grafen gehalten, die dieſer zu Gott weiß welchem Zweck aufführte, und hatte es nicht weiter beachtet. Als ſich derſelbe aber am nächſten Tage nicht ſehen ließ, auch am zweiten, dritten und vierten nicht, und als Tannhäuſer endlich nach ihm fragte und erfuhr, der Graf ſei, und zwar für längere Zeit, verreist, da erneuerte dieſe Nachricht das unangenehme Gefühl, welches ihn ſchon oft gequält, und friſchte es zuweilen zu heftigem Schmerze auf.

Um ſo fleißiger war er darauf in ſeinem Atelier be⸗ ſchäftigt; wenn er malte, zerſtreuten ſich ſeine finſtern Ge⸗ danken, und wenn ihm ein Bild gelang, ſo konnte er ſich wenigſtens auf Augenblicke wieder zufrieden und glücklich fühlen. Und dabei fehlte es ihm an Käufern nicht; ja er hatte Beſtellungen ſo viel er nur wollte. Es gelang ihm 3 aber auch alles, was er auf Papier und Leinwand entweder flüchtig hinwarf oder ſorgfältig ausführte. Sein in der That großes Talent fing an ſich glänzend zu entwickeln, was er ſich bei aller Beſcheidenheit doch ſelbſt geſtehen mußte.

Wie eben ſchon bemerkt, fanden ſeine Arbeiten den

größten Beifall und augenblicklich Käufer. Ja manche

Bilder erhandelte man von ihm auf der Staffelei, ehe ſie noch fertig waren. Nur etwas begriff er nicht und das