Teil eines Werkes 
1. Bd. (1860)
Entstehung
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8 Erſtes Kapitel.

Haare ſchwarz. Sie bleibt auf dem Balkon ſtehen, bis ſich die Hausthüre öffnet und durch dieſelbe ein kleiner dicker, lebhafter Mann auf die Straße tritt. Dieſer hat im Haus⸗

gange ſein Taſchentuch benutzt, aber vergeſſen, es einzuſchie⸗

ben, und ſchwenkt es nun in der Hand hin und her. Offenbar iſt ſein Geiſt mit etwas beſchäftigt, gerade ſo, wie der andere kleine dicke und bewegliche Mann, der drüben im gleichen Augenblicke aus dem Hauſe tritt, und wie ein Dritter und Vierter, welche die Straße hinab gehen im eifrigſten Geſpräch über Krieg und Frieden ob ſie ſteigen

werden oder fallen nicht die Heere des Vaterlandes,

ſondern die koſtbaren Papierchen.

Weiter! Wie ſich in allem die Extreme berühren, ſo auch hier. Wir biegen abermals links um die Ecke und haben hier die Grenze des faſhionablen Quartiers plötzlich überſchritten; wir ſind in einer ganz andern Region ange⸗ langt. Zwei Reihen gleicher, vierſtockiger Häuſer mit un⸗ endlich vielen Fenſtern zeigen ſich unſern Blicken. Aber trotz der Höhe dieſer Gebäude haben ſie ein ärmliches und dürftiges Aeußere, die Dächer haben ſehr viele und unregel⸗ mäßig ſtehende Schornſteine; die Fenſteröffnungen ſind klein, meiſtens ohne Läden, und den vielen ganz verſchiedenartigen Vorhängen nach zu urtheilen, die wir an ihnen ſehen, ſind dieſe Häuſer durch all' ihre Stockwerke von ebenſo ver⸗ ſchiedenartigen Partieen bewohnt. Merkwürdig viele ältere

Frauen und ältere Jungfrauen ſieht man an dieſen Fenſtern;