Teil eines Werkes 
1. Bd. (1860)
Entstehung
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4 Erſtes Kapitel.

Das iſt vorbei. Ein helles Gaslicht beleuchtet verſchloſ⸗ ſene und verriegelte Thüren und Fenſter, und wir müſſen ſchon ein paar Straßen weiter gehen, um in belebtere Gegenden zu kommen, wo große Handwerker oder Ladenbe⸗ ſitzer ihre comfortableren Wohnungen haben. Aber auch hier iſt die Bank vor der Hausthür verſchwunden, es wäre ſehr gegen den Anſtand, wenn dort die Töchter des Hauſes

ſitzen würden und wenn der Danziger oder der Berliner

ſich unterſtehen wollte, ihnen etwas von ſeiner Heimat zu erzählen. Vorbei alles das! Droben iſt ein Fenſterflügel geöffnet, und wir hören die Töne eines Pianoforte. Es iſt das Fräulein Mine oder Fräulein Friederike, und wenn wir uns etwas länger aufhalten, ſo können wir ſie viel⸗ leicht auch ſingen hören:

Du kleines, blitzendes Sternlein!

Weiter! Wir entſteigen dem Kreis der innern Stadt, wir kommen aus dem Dunſte der winkligen Gaſſen und Häuſer in hellere breitere Straßen und finden hier in den

Häuſer⸗ und Stadtvierteln wieder daſſelbe Princip. Sehen

wir die breite Straße hinab, die wir vor uns haben; ein ſtolzes, palaſtähnliches Gebäude reiht ſich an das andere, vor einigen dieſer Häuſer bemerken wir breite Anfahrten oder gewaltige Hofthore, die ſich leicht und geräuſchlos öff⸗ nen, um die heranrollende ſchwere Equipage ohne die ge⸗ ringſte Mühe zu verſchlingen, an andern reiche, breite