Unverheirathete Eheleute.
Karl. Excellenz, es iſt gewiß nicht zu ſpät! o wenn Sie wüß⸗ ten, wie ſehr ich Eliſe liebe!—
Ferdinand. Und daß ich ohne Clara nicht leben kann!— Machen Sie uns glücklich, willigen Sie in unſere Verbindung!
F General. Was ſoll mein ganzes Haus, was ſoll die Welt da⸗ von denken?— Nein, es iſt unmöglich!— Ich erkenne euren gegen⸗ ſeitigen Edelmuth an, aber nach dem, was hier vorgefallen, kann von einer weiteren Verbindung keine Rede ſein.
erdinand. So bin ich der unglücklichſte aller Menſchen!
Karl. Mein ganzes Lebensglück iſt zerſtört!
Eliſe. Unmöglich, Vater, Du kannſt mich nicht von Karl's Seite reißen!
Clara. O Papa, ich kann Ferdinand nicht vergeſſen!
Baron(zu ſeinem Bruder, indem er den beiden Paaren winkt, zurückzu⸗ treten). Lieber Bunder, blamire Dich nicht vor der Welt und dem ganzen Publikum!(General will auffahren.) Stille! ich weiß, was Du ſagen willſt.— Du haſt freilich geſtern Abend die beiden Paare ein⸗ geſchloſſen, doch vergiß nicht, daß ich dabei war, daß ich um Alles gewußt; Karl und Ferdinand waren dort, Eliſe und Clara auf der anderen Seite.
General(erfreut). Ah!
Baron. Siehſt Du, ich habe doch noch Recht; deßhalb ſagte ich Dir auch geſtern Abend, man müſſe keinen Menſchen zwingen.
General. Hektor, ich danke Dir!
Baron. Laß' aber die Kinder um Gotteswillen nichts von Dei⸗ nen ſchrecklichen Ideen merken. Spiele noch ein paar Augenblicke den hartherzigen Vater, das iſt Styl beim letzten Akt einer ſolchen Ko⸗ mödie, und dann gieb nach!— Du ſiehſt, wie die armen jungen Leute auf die Entſcheidung harren. k
General(zu ſeinem Bruder). In Gottes Namen! Das hat mich ganz glücklich gemacht.
Baron(laut). Hm!— Hm!
General(ebenſo, wie zornig). Hm!— Hm!
Baron(mit Pathos). Verzeihung, General!— Wenn Du Deinen Zorn nicht mäßigen kannſt, ſo laß' ihn auf mein Haupt fallen!—
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