Unverheirathete Eheleute. 311
Ich bin die ſchuldige Urſache, mich treffe Dein gerechter Grimm!— (Für ſich). Das werden mir die da hinten nicht vergeſſen! Ferdinand. Der gute Baron!
Karl. Unſer Freund! (Jean kommt von hinten, um dem Baron etwas zu melden.)
Baron(aut). Verzeihung!— Gnade!(Leiſe). Soll ich vielleicht niederknieen?
General. Laß' Deine Poſſen!(Wendet ſich nach hinten). Ihr ſollt erfahren, meine Kinder, welch' guten Vater ihr an mir habt. Aber für euren unverantwortlichen Leichtſinn muß Strafe ſein.(Zu Ferdinand und Karl.) Seht her, euer Urlaub wird hiemit feierlich zerriſſen und noch heute reist ihr euren Regimentern nach.
gerdinand. Ah, General, Sie verſtoßen uns doch?
Karl. Wir dürfen nicht hoffen?
Eliſe. O mein w 4 General. Ruhig, inder! Es ſoll noch gut werden, hoff' ich; aber ihr müßt mir einige Zeit laſſen, mich in die neue Lage der Dinge zu finden. So ſchnell kann die neue Hochzeit nicht vor ſich gehen! Ihr müßt mir einen Wittwerſtand durchmachen.— Nur ein
kleines Trauerjahr. Zean(ür ſich, doch ziemlich laut). Gott ſei Dank! Baron. Was gibt's, NRonſieur Jean? Zean. Ob das Pferd des Herrn Baron abgeſattelt werden ſoll? General(zu ſeinen Kindern, die ihn heftig beſtürmen). Nein, nein; es geht nicht,— gewiß nicht!. (Die Kammerjungfer iſt indeſſen in die Thüre links getreten und nähert ſich, das Sacktuch vor den Augen.)
Elife. O Papa, wir ſind recht unglücklich! Ferdinand. Seien Sie nachſichtig gegen uns! Kammerjungfer(zum General). Ach, Excellenz, Verzeihung, Ver⸗ zeihung!— Ich habe meine Herrſchaft unglücklich gemacht, ich habe mich ſelbſt unglücklich gemacht; ich war eine Verrätherin. 3 Jean C(für ſich. Das iſt wahr! 3 Kammerjungfer. Ach, Excellenz, ich aauf der Welt!— O gnädiges Fräulein, bitten, daß er mir verzeiht.—
bin das traurigſte Geſchöpf helfen Sie Seine Excellenz


