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Unverheirathete Cheleute.
—— ich habe Dir Deine— Perfidie ruhig vorgehalten(ſeufzend). Ich hätte Alles verziehen, denn ich trage die Hauptſchuld, aber es 8 empört mich, daß Du eine Sache, welche die Ehre unſeres Hauſes ſo nahe angeht, komiſch finden kannſt.
Baron(fällt lachend in ſeinen Stuhl).
General. Biſt Du toll geworden, Hektor?— Rede, oder ich vergeſſe mich!(Er faßt ſeinen Arm.)
Baron. Nun, laß' mich nur los! Daß Du doch gar keinen Scherz verſtehen willſt!
General(ergrimmt). So etwas kann nur ein alter, unnützer Hageſtolz ſcherzhaft finden! Und glaube nicht, daß ich mich dazu her⸗ geben werde, das— Unglück meiner Töchter durch eine andere Heirath wieder gut zu machen. Lieber ſoll Alles zu Grunde gehen!
Neunter Auftritt. 8 2 Die Vorigen. Karl. Ferdinand. Eliſe und Elara. Später Jean und. Kammerjungfer. 2 8
Clara. Verzeihung, mein Vater!
Eliſe. Laſſen Sie das Schreckliche, was wir ſeit geſtern ausge⸗ ſtanden, unſere Strafe ſein!(General hebt die Hand vor die Augen.) O mein Vater, wenden Sie Ihre Blicke nicht von uns; wir haben ſehr gefehlt, unendlich gefehlt. Ach, wir hatten nicht den Muth, gegen Sie aufrichtig zu ſein.
Clara. Wir liebten ſchon lange—
Eliſe(ucht ſeine Hand zu faſſen). Nur einen Blick, Vater! Nur ein Wort der Verzeihung!
General. O, meine armen Kinder, meine unglücklichen Mädchen; euer ganzes Lebensglück iſt zerſtört!
Eliſe. Gewiß nicht, lieber Vater, wenn Du uns verzeihſt!
Clara. Gewiß nicht!
Eliſe. Mach' uns glücklich, und Dich durch uns!
General(düſter). Es iſt zu ſpät!
gerdinand. O General, Verzeihung für die Uebereilung, die wir begangen!
General
(wehmüthig, nachdem er ſie betrachtet). Oh!— es iſt zu ſpät!
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