Unverheirathete Eheleute.
noch herausreden.(Laut). Ah, das thut man nicht!(Für ſich). Aber die Sache ſcheint ihn in der That entſetzlich anzugreifen. Es wäre mir wirklich lieber, wenn er etwas heftig würde.— Dieß Schweigen iſt mir ängſtlich———— und er macht ſo ein wehmüthiges Geſicht.
General. Ich bin in der That ein unglücklicher Mann. Ich hatte bis jetzt ſolche Freude an meinen Kindern erlebt! Aber das überlebe ich nicht!(Er zieht ſein Sacktuch hervor.)
Baron(für ſich, zieht ebenfalls ſein Sacktuch). Der Mann mißfällt mir. Jetzt hat er ſogar ſein Sacktuch herausgezogen.(Wehmüthig.) Wenn er nur recht ſchimpfen wollte!
General(ſteht auf und reicht ſeinem Bruder die Hand). Hektor!
Baron. Eugen! 7
General(ehnt ſich an ihn). Mein Bruder!
Baron(faſt weinend). Mein Bruder!
General(drückt ſein Sacktuch an die Augen).
Baron. Aber lieber Bruder, ich ſehe ein, daß ich gefehlt habe, aber ſo tief ſollte Dich die einfache Sache doch nicht alteriren. Verzeihe es den jungen Leuten, vor allen Dingen aber mir, als einen harmloſen Scherz, der gar keine Folgen haben kann.
General. O Hektor, er kann Folgen haben!
Baron. Welche denn, lieber Bruder?— Der Pfarrer weiß nichts Genaues, die jungen Leute werden nicht darüber ſprechen, Du gibſt nochmals Deinen Segen, ſo läßt ſich die Sache machen.
General. Nein, es läßt ſich nicht ſo machen; Ferdinand liebt Clara, Karl Eliſe, und ich—— ich habe ja geſtern Abend die beiden Paare ganz anders eingeſchloſſen.
Baron lerſtaunt). Und das macht Dir ſo viel Kummer? O das iſt recht komiſch! 8
General. Das nennſt Du komiſch?— Bruder, ich kenne Dich gar nicht mehr!
Baron(vergnügt). Ah, das iſt in der That zu komiſch, wenn Dich nichts weiter quält.—.
General(mit einem tiefen Athemzuge, heftiger). Hektor, ich habe mir Gewalt angethan, ich habe mich mit einer Kraft gemäßigt, die ich mir
ſelbſt nicht zugetraut. Ich hätte Dir, was Du mir gethan: verziehen,
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