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Unverheirathete Eheleute.
kann es kaum ausſprechen!— Ferdinand——— liebt ſeine Schwä⸗ gerin Clara.
Baron(mühſam lachend, da er ſieht, wie der General heftig wird.) Ha! ha! ha!— Das wär' komiſch!
General. Komiſch?— Was die Ehre meines Hauſes verletzt, nennſt Du komiſch?—
Baron. Gott ſoll mich bewahren; nur Deine Idee nenne ich komiſch.— Wie kann Dir ſo etwas einfallen?— Eine ſolche Täuſchung!
General. Es iſt keine Täuſchung, was ich mit meinen Ohren gehört, mit meinen Augen geſehen habe.
Baron. Du haſt Dich gewiß geirrt.— Ich bitte, ſieh' Dir die Sache genauer an!
General. Das werde ich auch und jetzt gleich!— O hätte ich mich geirrt!— aber es iſt unmöglich.
Baron(für ſich). Das glaube ich auch!— Dieß leichtſinnige junge Volk! Da ſtecken ſie immer bei einander.
General. Was ſagſt Du, lieber Bruder?
Baron. Nun, ich habe geſagt, ſie ſtecken immer bei einander, alle Vier,— die beiden Paare, und da haſt Du Dich wahrſcheinlich getäuſcht.
General. O ich kenne meine Kinder zu genau. Es war Ferdi⸗ nand und ſeine Schwägerin Clara. Sie gingen Arm in Arm durch die Platanen⸗Allee, und plötzlich blieben ſie ſtehen, und Ferdinand küßte ſeine Schwägerin auf's Zärtlichſte.
Baron. Nun ja,— das kann ſchon vorkommen.
General. Das kann vorkommen?— Am Hochzeitsmorgen?— Du haſt ſchreckliche Grundſätze!— Und dann hört' ich einige Worte, die ich um Alles in der Welt lieber nicht gehört.
Baron. Pah!— Ich kann mir unmöglich ſo Schlimmes denken.
General. Nach dem, was ich geſehen, ſchien mir, als wenn Ferdinand und Clara ihre Schritte hieher gerichtet hätten.— Es iſt mir ein ſchrecklicher Gedanke, meine Kinder zu belauſchen, aber unter ſolchen Verhältniſſen halte ich es als Vater für meine Schuldigkeit; und darin wirſt Du mir Recht geben.
Baron. O vollkommen Recht!


