Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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296 Unverheirathete Eheleute. was ich will. Schlimm! Schlimm! Was mag da geſchehen ſein? Vielleicht haben die beiden Mädchen geplaudert, und er iſt nun daher gekommen, um mich ſachte in's Verhör zu nehmen, um mich von unten herauf lebendig zu rädern.

General efeufzt tief auf und ſchüttelt den Kopf.)

Baron(für ſich). So habe ich ihn nie geſehen.(Laut). Ich ging gerade durch Dein Vorzimmer, da ſah ich die beiden Schlüſſel liegen; ein prächtiger Morgen iſt's, da denk' ich; Du willſt die armen Ge⸗ fangenen erlöſen, und ſie ſind gleich hinaus in den Park gegangen.

General. Alle Vier?

Baron. Alle Vier! Verſteht ſich Eigentlich wir fünf, denn ich ging auch mit. Es iſt köſtlich draußen;(will aufſtehen) und wenn Du nichts Beſonderes für mich haſt, ſo promenire ich noch ein Bischen herum.

General. Es wäre mir in der That lieber, wenn Du noch eine Weile bei mir bliebeſt, ich habe mit Dir zu reden.

Baron(für ſich). Gott! Er hat mit mir zu reden!(Laut.) Ja, ja, lieber Bruder, das iſt was Anderes, wenn Du mit mir zu reden haſt, allerdings. Doch ich will nur eben ſagen, daß man mein Pferd ſattelt; ich könnte mich vielleicht veranlaßt ſehen, ſpäter einen län⸗ geren Spazierritt zu machen.

General. Wenn Du wilſt, lieber Hektor ich begleite Dich

ſpäter auf Deinem Spazierritt.

Baron(für ſich.) Das wird ernſthaft!(Laut). Aber die Schmerzen in Deinem Fuße?

General. Fühle ich nicht mehr.(Auf ſein Herz deutend.) Hier ſchmerzt mich etwas, worüber ich alle andere Leiden gern vergeſſe.

Baron(für ſich, ſehr erſchroceen). Es iſt richtig! Er hat mich!

General. Ich weiß nicht, mein Bruder, ob Dir nichts Abſon⸗ derliches aufgeſtoßen; aber in meinem Hauſe iſt nicht Alles, wie es ein ſollte.

Baron(für ſich). Er hat mich!

General. Vielleicht, daß Du nichts davon weißt. In dem Falle will ich ruhig mit Dir ſprechen, ganz ruhig, und Du wirſt Dich ent⸗ etzen,(etwas heftiger) denn wenn Du darum wüßteſt, lieber Hektor,