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auseinander gebreitet hinzulegen die unzähligen Stücke, welche zu einer Damenballgarderobe gehören; und hier waren drei dergleichen aufzulegen, weßhalb die ganze Wohnung ausſah, wie ein weißes Waarenmagazin. Emilie fühlte etwas Fieberhaftes in ſich, und
konnte nur mühſam Athem holen; doch ließ ſie ſich trotzdem und—.
mit Freuden alle Feſſeln des Herkommens anlegen, ſie war ganz Schlachtopfer und liſpelte:„Nur zu, die Kraft in der menſchlichen Bruſt iſt ſtark, und ſie kann ſchon was aushalten.“ Und ihr
die Hände zuſammenſchlug, und an die Wunder der Tauſend und Eine Nacht glaubte, wo junge Mädchen auf einmal in Weſ⸗ pen verwandelt erſcheinen. Vor den Mutteraugen dagegen war der Anzug der Tochter vollkommen gelungen, und ſie betrachtete dieſelbe mit unverkennbarer Freude. Daß Emilie hübſch ausſah, iſt auch nicht zu läugnen, ſie hatte ein feines, zierliches Figür⸗ chen, ein friſches, naſeweißes Geſichtchen, worin große, glänzende Augen das kleine Stumpfnäschen vergeſſen machten und unter einer gutgewölbten Stirne lagen, die ſich heut Abend in vollkom⸗ menem Glanze zeigte, denn Emilie trug das Haar à la Chinoise zurückgeſtrichen, leicht bedeckt mit einem Kranze von grünen Blät⸗ tern und dunkelrothen Blüthen.
Auch Eliſe war trotz ihrer—— Jahre noch ein Mädchen, die ſich ſehen laſſen konnte, ſie war größer und voller, als ihre Schweſter, hatte ſchönes, blondes Haar, das in breike Bandeaux friſirt, von einem Kranze bedeckt war, der ſowohl weiße Blätter als weiße Blüthen hatte, und von dem der Kanzleirath, deſſen Witze nie ſehr gewählt und zart waren, behauptete, er habe einen ähnlichen neulich auf dem Theater in„Zampa oder die Marmor⸗ braut“ geſehen. Daß er aber überhaupt noch Witze machen konnte,
Ein erſter und ein letzter Ball. 15
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Aushalten zeigte ſich ſo ſtark, daß der erſtaunte Kanzleirath ſpäter ₰
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