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Ein erſter und ein letzter Ball.
Barége und weißen Tüllkleidern, von Tanzſchuhen ä la Gold⸗ käfer, vom Lieutenant Schmidt und der erſten Galoppade, von einem Kopfputz aus Veilchen und Roſen, von weißen Atlasbän⸗ dern, handbreit mit einer immenſen Schleife vornen, von einem Goldfadennetz hinten, und vom Lieutenant Starker, der ſich den Cotillon in der Mitte ausgebeten.
Die Mutter lächelt vergnügt über das Entzücken ihres Lieb⸗ lings, der Kanzleirath findet, daß die Suppe zu wenig Salz, das Gemüſe zu viel Mehl und der Braten zu wenig Fett er⸗ halten hat, und Eliſe, welche die Küche beſorgt, glaubt achſel⸗ zuckend an ſämmtlichen Gerichten gerade das Gegentheil zu ver⸗ ſpüren, findet es aber im Gefühl gekränkter Unſchuld unter ihrer Würde, lange darüber zu ſprechen, und zieht ſich noch vor Be⸗ endigung des Mittageſſens auf ihr Schlafzimmer zurück. Hier wird ſie einen Augenblick Ruhe finden. Der Papa trinkt mit Mama im Wohnzimmer ſeinen Kaffee, der unausſtehliche Back⸗ fiſch will fort und fort über Ballkleider, Kopfputz und Lieute⸗ nants reden, und ſie— ſetzt ſich an's Fenſter, legt die Hände in den Schooß und blickt in die winterliche Landſchaft hinaus „das Auge vom Weinen getrübet,“ Woran Eliſe denkt, iſt nicht ſchwer zu errathen— an ihren erſten Ball; und wenn wir den
geneigten Leſerinnen einige Diskretion zutrauen können, ſo wollen
wir geſtehen, daß zwiſchen dem Abende jenes erſten Balles und—
zwölf lange, lange Jahre dahin geſchwunden ſind, und daß hie⸗
durch die ältere Tochter des Kanzleirathes ein wohlerworbenes Recht hat, ſchmerzlich an jenen erſten Ballabend zu denken. Ja, ſie findet einen Troſt darin, all die heitern und trüben Stunden,
die in jenem Zeitraum für ſie beiſammen liegen, wieder einnal
Zeit vor dem Mittageſſen nach Hauſe, und erzählt von blauer
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