Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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Hrupule der Schönfeld bewogen,

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Die Dame von Rittwitz. 2*

und hätte ſchon viel Unglück hervorbringen können, wenn ein freundliches Schickſal nicht ſchon ein paar Mal in der Art ver⸗ gleichend aufgetreten wäre, daß ein Nachkomme des alten Herrn Joachim Schönfeld die betreffende Dame aus der Familie Ritt⸗ witz liebenswürdig gefunden und bereitwillig eine Verbindung mit ihr eingegangen wäre.

Aber die Klauſel wörtlich! ſagte Herr v. B.

Nun gerade wörtlich kann ich ſie dir nicht angeben, aber dem Sinne nach beſagt ſie, daß vom Todestag des alten Herrn Joachim an gerechnet in jedem Jahrhundert einer aus der Fa⸗ milie Schönfeld eine Dame von denen von Rittwitz heirathen muß. Geſchieht dieſes nicht, ſo fällt der größte Theil des Ver⸗ mögens der Schönfeld an die Rittwitz.

Und iſt während des Jahrhunderts eine Zeit beſtimmt,

wann eine ſolche Heirath vor ſich gehen muß.

Das nicht. Eine ſolche Verbindung kann am Anfang oder am Ende dieſer beſtimmten Zeit vollzogen werden. Das iſt vollkommen gleichgültig, nur muß es vor Ablauf eines jeden Jahrhunderts, von dem genannten Todestag gerechnet, geſchehen. Wie ich ſchon vorhin bemerkte, hat dies Fideicommiß bis jetzt noch nie zu unangenehmen Verwicklungen zwiſchen den beiden Familien Veranlaſſung gegeben; es fanden ſich immer Freiwillige, welche ſich vor Ablauf der anberaumten Zeit vermählten. Ja durch dieſe öfteren Heirathen herüber und hinüber lebten die Familien im beſten Einverſtändniß bis gegen das Ende des vorigen Jahrhunderts, wo irgend Etwas vorfiel, das eine Span⸗

nung hervorrief, die bis auf den heutigen Tag nicht recht aus⸗

geglichen wurde. Natürlicher Weiſe ſah ſich dadurch jeder der

die Heirath mit einer Nit