Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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Die Dame von Rittwitz.

Laſſen wir aber für einen Augenblick die todten Figuren

auf den Bildern und beſchäftigen uns mit den lebendigen in

dieſem Zimmer. Es ſind dies drei Freunde des Hausherrn,

die vor dem Kamine plaudernd und Cigarren rauchend in den

bequemſten Fauteuils ruhen, und die ſich, wie wir aus den erſten Worten vernehmen, mit dem Abweſenden beſchäftigen. Alle Drei befinden ſich in gewählter Toilette, im ſchwarzen Fracke, tragen weiße Halsbinden und der Aelteſte von ihnen, der viel⸗

leicht ein Vierziger ſein kann, und der ſich von den beiden An⸗

dern durch einen militairiſchen Schnurrbart auszeichnet, trägt um den Hals ſowie an einer kleinen goldenen Kette auf der linken Seite ſeines Frackes die Decorationen verſchiedener Orden.

Ihr habt zuweilen recht leichtſinnige Ideen, ſagte dieſer, und dabei noch nie gefühlt, was es heißt, kein Geld zu haben oder daſſelbe mühſam ſelbſt verdienen zu müſſen.*

Das Erſtere habe ich ſchon oft gefühlt, meinte Hugo von B., einer der beiden Andern, ein junger blonder Mann mit freundlichen Augen und einem ſehr heiteren Geſichtsausdrucke. Teufel auch! Ich weiß wohl, was es heißt kein Geld haben. Und du wohl auch? wandte er ſich lachend an den Dritten, der, obgleich ebenfalls noch jung, doch ein ſehr bedächtiges Weſen hatte, und jetzt, indem er ruhig die Aſche von ſeiner Cigarre ſtieß, langſam mit dem Kopfe nickte.

Was ihr kein Geld haben nennt, fuhr der, welcher zuerſt geſprochen fort,ſo drehe ich deshalb keine Hand herum. Das ſind augenblickliche ſelbſt verſchuldete Verlegenheiten, die ihr ſelbſt im ſchlimmſten Falle durch unerhörte Prozente und langathmige Wechſel wieder gut machen könnt. Aber Arthur's Verhältniſſe