e Dame von Rittwitz.
ten Fenſter, deſſen oberer Theil aus den koſtbarſten alten Glas⸗ malereien beſtand. Die Vorhänge zu beiden Seiten aus den ſchwerſten Stoffen ſchleiften auf dem Boden. Das Ameublement war ſchwer und doch auf's bequemſte eingerichtet. Die alten Lehnſtühle mit dunklem gepreßtem Sammet bezogen, ſchienen ihre Arme liebend für eine ganze Familie zu öffnen; die kunſtreich gewirkten Tiſchdecken hingen ſo tief herab, daß man von den Geſtellen dieſer Tiſche nicht das Mindeſte ſah. Ein offener Bü⸗ cherſchrank auf einer Seite zeigte eine Unmaſſe ſeltener Kupfer⸗
werke, während auf einem Büffet gegenüber reiche ſilberne Schüſ⸗ ſeln und Gefäße, ſeltene Krüge und Gläſer, ſowie koſtbare Stücke.
einer Majolica⸗Sammlung prangten. Der Fußboden war mit Teppichen bedeckt, mit kleinen perſiſchen Vorlagen, die unter und neben den verſchiedenen Möbeln auf einer dicken Smyrnadecke lagen. In dem Erker waren Bärenfelle ausgebreitet, in denen die Füße der Lehnſeſſel und Fauteuils ſo tief einſanken, wie der Fuß eines Spaziergängers auf einer dicht bewachſenen Wieſe. An der Wand neben dem großen Fenſter hing in einem Eichenholzrahmen das lebensgroße Bild eines ſchon ältlichen Herrn in der Tracht des ſechszehnten Jahrhunderts. Das kurz abge⸗ ſchnittene Haar, welches etwas ſtruppig empor ſtand, ſowie der ſpitze Knebelbart, beide von röthlicher Farbe, hoben einen hgichen aber nicht unſchönen Kopf etwas zu ſcharf hervor. Wenn man
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