Teil eines Werkes 
2. Bd. (1850)
Entstehung
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iſt, noch weiß ich freilich nicht viel mehr, als heute Morgen.

Bei unſerm Eintritt blickte Madame Stieglitz er⸗ ſtaunt auf und Emma eilte mit einem leiſen Schrei an das andere Ende des Zimmers. Ich hielt mich an der Thür, der Doktor ſetzte ſich auf einen Seſſel, den ihm die Prinzipalin mit einer Handbewegung anbot.

Bei uns ſind heute merkwürdige Dinge vorgefallen, fagte ſie,Dinge, die mir ein ſchauerliches Licht in meine Seele geworfen, wo iſt das arme Mädchen, die The⸗ reſe? ſetzte ſie mit leiſer Stimme hinzu. 1

Eben ſo leis antwortete der Doktor:ſie iſt gut aufgehoben und es geht ihr leidlich.

Und glauben Sie, daß das Mädchen die reine Wahr⸗ heit geſagt hat, daß mein Buchhalter wirklich? ſie ſah, ohne ihren Satz zu beendigen, den Doktor fra⸗ gend an.

Ohne Zweifel, entgegnete dieſer,in ſolchen Mo⸗ menten pflegt man nicht zu lügen, auch hat ſie mir Briefe des ſaubern Herrn Specht vorgezeigt, welche kei⸗ nen Zweifel übrig ließen.

Gott ſchütze die arme Perſon, es war im Grunde ein braves Mädchen, doch jetzt zu der andern Angelegenheit; Sie wiſſen, wie die Sachen ſtehen, was kann man thun, wie kann es uns gelingen, die Wahrheit an den Tag zu bringen?*