Teil eines Werkes 
2. Bd. (1850)
Entstehung
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die unglückliche Thereſe daſſelbe, o das iſt ganz entſetz⸗ lich, ganz ſchrecklich.

Verzeihen Sie mir eine Frage, eine Bitte, ſagte das Mädchen dringend.Nicht wahr, Sie übergeben die Sache meines Vetters nicht den Ge⸗ richten, wie der Buchhalter gedroht?

Gott ſoll mich bewahren, ſagte die Frau,das würde ich ſchon nicht gethan haben, wenn der junge Menſch auch keine ſo warme und eifrige Fürſprecherin hätte, wie Du biſt, mein liebes Kind, dies Papier da ſie zeigte auf den Brief läßt mich ſehr Schlimmes ahnen, doch wäre eine ſolche Schlechtigkeit unerhört. Du biſt überzeugt, fuhr ſie dringend fort,daß Dein Vetter unſchuldig iſt?

Das Mädchen richtete ſich halb in die Höhe und hob die rechte Hand empor:ſo wahr ich an einen Gott glaube, ſagte ſie feierlich,und eine Vergeltung für alles, was wir Böſes thun und denken, ſo wahr glaube ich, daß er nichts Böſes und nichts Schlechtes gethan.

Ci, ei Mädchen, ſagte Madame Stieglitz freundli⸗ cher und küßte ſie wiederholt auf die Stirne,Du biſt eine eifrige Vertheidigerin und nimmſt großen, großen Antheil an Deinen Vetter, iſt das vielleicht mehr, wie verwandtſchaftliche Liebe?.

Es entſtand eine kleine Pauſe, Emma drückte ihr Ge⸗ ſicht auf die Hand der würdigen Frau, dann erhob ſie