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freilich, es iſt viel angenehmer ſeinen Anverwandten ein langes Leben, mit Schmach und Unehre beladen, dahin ſchleichen zu ſehen.“ 1
„O, wenn Sie ein Menſch ſind,“ ſagte das Mädchen laut weinend,„wenn Sie menſchlich fühlen, ſo retten Sie meinen Vetter um der Barmherzigkeit Gottes willen und nicht um Lohn, ich kann nicht thun, was Sie ver⸗ langen.“ 3 „Weil Sie ſelbſt Ihren Vetter lieben,“ ſagte der ſchreckliche Menſch kalt. Mein Herz ſtand ſtill, es ſollte nicht mehr ſchlagen, bevor ſie antwortete, doch dieſe Ant⸗ wort, ein ängſtliches:„nein, nein!“ hallte ſchmerzlich und höhnend in mir wieder. Genug der Qual! dachte ich, hinein in das Zimmer vor ſein Angeſicht und ſagen, daß ich lieber tauſendmal jene Schuld auf mir behalten wolle, als das arme Mädchen nur einen Augenblick län⸗ ger martern zu laſſen, doch kam jetzt ein ſo ſchauerliches Wort aus dem Munde des Buchhalters, und als ob er das ſelbſt fühle, ſagte er das Folgende mit ſo leiſer Stimme, daß nur die Gewalt, die ich mir anthat, im Stande war ſeine Rede zu vernehmen.„Wenn alſo,“ ſagte er in kleinen Pauſen,„ein langes Leben an mei⸗ ner Seite Ihnen ſchrecklich erſcheint, ſo hören Sie dage⸗ gen das Bekenntniß meiner heißen leidenſchaftlichen Liebe zu Ihnen, Ihre Gegenwart, Ihr Anblick reibt mich auf und die Kälte und Gleichgültigkeit, mit der ich Ihnen


