Teil eines Werkes 
2. Bd. (1850)
Entstehung
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„Sie müſſen mich verſtehen,“ antwortete der Buchhal⸗ ter,„das Geld, das Ihr Vetter wahrſcheinlich zu ſeinen Zwecken verbraucht hat, läßt ſich allerdings nicht wieder⸗ finden, aber fünfhundert Thaler ſind fünfhundert Thaler und obgleich ſchon eine bedeutende Summe an und für ſich, iſt es doch ein geringes Opfer, um in Beſitz dieſer kleinen Hand zu kommen.“

Es trat wieder eine Pauſe ein, dann ſagte das Mädchen, und wie es ſchien, ängſtlich:„Laſſen Sie meine Hand, o laſſen Sie meine Hand.“ 3

„Bedenken Sie Emma,“ ſagte er zudringlicher,„geben Sie mir eine Antwort.“

„D nie, nie“ rief das Mädchen in Weinen ausbre⸗ chend,„mein Vetter iſt unſchuldig und Gott im Himmel wird ſchon dafür ſorgen, daß dieſe Unſchuld an den Tag kommt.“

„Allerdings,“ hohnlachte der Buchhalter,„und Sie ſehen, daß in dieſem Augenblicke der höchſte Herr des Himmels mich, ſeinen Schützling und Begnadigten, zu Ihnen ſchickt, um Ihren Vetter zu retten, aber weiſen Sie dieſe Hülfe nicht zurück, reichen Sie mir Ihre Hand oder Gott wird die ſeinige von Ihnen abziehen.“

„Das iſt ganz unmöglich, ganz unmöglich,“ entgeg⸗ nete das Mädchen,„o wie kann das möglich ſein, ein ganzes langes verlorenes Leben.“

„An meiner Seite,“ ergänzte der Herr Specht,„nun