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„einen ſüßen Lohn Fräulein Emma, den Sie mir im Stande ſind zu geben.“ 2 7um Gotteswillen, wie verſtehe ich Sie.“
„Es iſt nicht das erſtemal Fräulein Emma, daß ich über dieſen Punkt mit Ihnen ſſpreche, Sis haben mich freilich kalt abgewieſen, aber Sie ſehen, ich komme wie⸗ der und komme nicht mit leeren Händen. Mit der einen Hand biete ich Ihnen eine ſorgenfreie Exiſtenz, biete ich Ihnen meinen geachteten Namen, mit der andern die Unſchuld Ihres Neffen,— daß er,“ ſetzte er haſtig hinzu,„auf jeden Fall das Haus verlaſſenggüßte, ver⸗ ſteht ſich von ſelbſt, aber ehrenvoll, ſehr ehrenvoll.“
Ich ſtand erſchüttert an meiner Thüre, und lauſchte angſtvoll der Antwort des Mädchens. Es trat eine lange Pauſe ein, dann fuhr der Buchhalter fort:„ent⸗ ſcheiden Sie, Fräulein Emma, entſcheiden Sie baldigſt, morgen früh wird es zu ſpät ſein.“
„Morgen früh,“ antwortete Sie mit gepreßter Stimme, „was kann morgen früh geſchehen?“
„Nun, morgen früh wäre es nicht unmöglich, daß die Prinzipalin bei fortgeſetztem Leugnen Ihres Vetters die Sache den Gerichten übergeben könnte.“
„Den Gerichten?“ antwortete das Mädchen und dieſe zwei Worte klangen wie ein lauter entſetzlicher Wehruf.
Ich knirſchte mit den Zähnen und war im Begriff in das Gemach zu ſtürzen, doch hielt mich die Stimme


