Teil eines Werkes 
2. Bd. (1850)
Entstehung
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meinem Bett ſtand. Ohne daß ich geſehen wurde, hatte ich im Spiegel die Thür des Zimmers vor mir, ein Lichtſtrahl fiel jetzt durch das Schlüſſelloch, ein Haupt⸗ ſchlüſſel wurde eingeſteckt, die Thür öffnete ſich langſam und der Buchhalter ſtreckte ſeinen Kopf in's Zimmer und ſah ſich flüchtig um, ob ich da ſei. Im erſten Au⸗ genblick dachte ich, ob ich auf ihn zuſtürzen ſolle, ihn in's Zimmer hineinziehen und mit Gewalt das Geſtänd⸗ niß abpreſſen, daß er mich verläumdet habe, doch konnte ich nicht von der Stelle, ich hielt den Athem an und die Thür ſchloß ſich wieder.

Kurze Zeit darauf hörte ich abermals Schritte auf der Treppe— wieder nicht der Doktor. Es war ein leiſer Tritt, der herauffam— es war Emma, die in ihr Zimmer ging, ſie hatte ein Licht bei ſich, denn ich ſah deutlich, wie auf dem gegenüberliegenden Hauſe der Schein ihrer Fenſter ſichtbar wurde. Jetzt ſah ich auch ihren Schatten— dachte ſie vielleicht wohl an mein Un⸗ glück? ich ſtand langſam auf und ſagte zu mir:„Du mußt mit ihr ſprechen.“ Schon hatte ich die Hand nach dem Schlüſſel ausgeſtreckt, den ich in ihrer Abweſenheit in das Schloß gebracht und wollte ihn umdrehen, als ich hörte, wie vom Gange her ihre Stubenthür geöffnet wurde. 1

„Was wollen Sie?“ hörte ich ſie ſagen und vernahm die Stimme des Buchhalters, welcher antwortete:„nur