Teil eines Werkes 
2. Bd. (1850)
Entstehung
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/ lungen. Ah, das war ein Leben, junger Freund!“ er

. nahm das Glas vom Tiſche, that einen großen Zug daraus und bot auch mir zu trinken an, ich ließ mich nicht lange nöthigen und fand einen recht guten Punſch. „So ſtrenge ich,“ fuhr der Buchhalter fort,„in meinem gewöhnlichen Leben bin, und ſo ſehr ich eigentlich den Genuß geiſtiger Getränke haſſe, ſo giebt es doch Augen⸗ blicke, wo ich meinen Geiſt, der bleiern und ſchwer das Dieſſeits nicht verlaſſen will, aufhelfe, damit er fröhlich emporflattere. Der Menſch iſt ein ſchwaches Geſchöpf und das, was wir Sanihi. es muß hie und da auf⸗

geſtachelt werden, damit es ſich aufraffe und den jubi⸗ lirenden Lerchenſchlag der Seele nicht widerſtrebe, die aus den ſchweren Banden nach der himmliſchen Höhe ſtrebt.“ „Mir ſchien, der Herr Specht habe ſich ſchon bedeu⸗ eend aufgeſtachelt, denn aus ſeinem flammenden Auge ſprach eine außerordentlich jubilirende Seele und er führte Redensarten, die für einen wenig Erleuchteten wie ich unverſtändlich waren, doch ging ich in ſeine Ideen ein und verſprach auf ſeine dringende Bitte alles Mögliche an mir zu thun, damit das Licht in meinem Innern, welches ebenfalls durch ſündige Aſche verdeckt ſei, zu ei⸗ nem hellen Aufflackern gelangen könne.

Meine guten Vorſätze rührten den Herrn Specht und da ich ſehr viel Punſch dazu trank auch ihm das Glas