wahren Chriſtenthums in Ihnen entzünden, daß das liebliche Licht unſer Beider Leben mit roſigem Schein beleuchte.“ Das Mädchen lächelte, eifriger fuhr der Herr Specht fort und ſchluchzte bedeutend.„Ihr Herz, Ihr Gemüth iſt kalt, weil es finſter iſt, ohne belebendes Sonnenlicht, o könnten Sie einmal die Wonne der ſanf⸗ ten Wärme genießen, die durch mein Inneres bebt, Sie würden alsdann auf dem Roſenpfade der chriſtlichen Liebe fort und fort wandeln, bis ich Sie einführen dürfte in den grünen Schatten der duftigen Hütten, wo das ge⸗ läuterte Herz, nachdem es ſeine Prüfungen beſtanden,
ſanft gegen einen gleichgeſinnten Buſen ſchlagen darf.“
Er hatte bei dieſen letzten Worten die Hand des Mäd⸗
chens ergriffen und küßte ſie eifrig, worauf ſie ängſtlich
lächelnd erwiederte:„Laſſen Sie Ihre Reden, Herr Specht, ich verſtehe Sie nicht und es wird mir ängſtlich dabei.“
„Dieſe Aengſtlichkeit,“ antwortete der Buchhalter und
küßte feuriger„dieſe Aengſtlichkeit entzückt mich, der böſe Feind in Ihnen iſt erſchüttert, es wankt das Fundament Ihres Unglaubens, öffnen Sie die Fenſter Ihres Herzens und laſſen Sie hinein das junge roſige Morgenlicht.“ Er umſchlang ihren Leib und ſagte dringender:„Kommen Sie Thereſe, laſſen Sie uns gemeinſam beten, o wie ſind die Lippen ſo holdſelig, wenn ſie bewegt von milden
chriſtlichen Worten freundlich einem gläubigen Freunde,
Sie mich mit ſanfter Freundeshand die helle Leuchte
A


