Himmel,“ ſeufzte er,„werden Sie denn nie lernen eine Sache ſanft anfaſſen, und Ihr wildes Weſen laſſen, es iſt doch gar nichts Sanftes, nichts Wohl⸗ und Gottge⸗
1 fälliges an Ihnen“—„ich win aber auch nicht wohlge⸗ fällig ſein,“ lachte die Ladenjungfer höhniſch,„das wiſſen Sie ganz wohl Herr Specht,“ und darauf zuckte der ge⸗ wiſſe Strahl aus ſeinen Augen, doch faßte er ſich, fal⸗ tete die Hände und ſeufzte:„vergieb uns unſere Schul⸗ 8 den.“ Das Mädchen aber ſprang lachend davon und ſagte: „ich habe Ihnen ja lange vergeben, Herr Buchhalter,“ Die Hand deſſelben zuckte nach der Elle, er nahm ſie krampfhaft vom Ladentiſch, ſchluckte heftig und—— hing das Inſtrument ruhig an ſeinen Platz. 3 Zwiſchen dieſen beiden herrſchte überhaupt ein merk⸗ würdiges Verhältniß, doch war es kein freundliches und
ſolche Scenen, wie die eben erzählten, kamen öfters vor. Eines Abends aber ſah ich noch mehr, denn als ich et⸗ was ſpäter, wie die Beiden in mein Schlafzimmer ging und leiſe ohne Licht die Treppen hinaufſtieg, bemerkte ich den Herrn Buchhalter und die Ladenſungfer, die eben auf dem Gang zuſammen ſprachen, ſie lachend, er mit lei⸗ ſer Stimme in heftiger Bewegung.„ Verſuchen Sie es“ 3 ſprach er„thun Sie ſich Zwang an, den himmliſchen Funken, der auch in Ihrer Bruſt wohnt, zur hellen freund⸗ lichen, gottgefälligen Flamme anzublaſen, laſſen Sie zer⸗ ſchmelzen die rauhe Schaale, ſo ihr pers umgiebt, laſſen
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