Teil eines Werkes 
2. Bd. (1850)
Entstehung
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ich meine Nichte Emma, die ich damals noch nicht ge⸗ kannt, zum erſtenmal ſah.„Mir gefallen unſere Kirchen eigentlich gar wenig,“ ſagte ich nach einer Pauſe vor⸗ witzig und altklug,„man ſieht nichts in denſelben, als weiße Wände, braune Stühle und den Pfarrer in ſeinem ſchwarzen Kleid.“

„Ei, ei,“ entgegnete der Prinzipal ſonderbar lachend, „das ſind ja ſeltſame Anſichten, nehm' Er ſich in Acht, daß dergleichen hier im Hauſe außer mir Niemand hört, namentlich würde Herr Specht in Krämpfe verfallen, wenn er Ihn mit ſolcher Begeiſterung von den Baals⸗ pfaffen ſprechen hörte, ſage Er nie, daß Ihm eine Pro⸗ zeſſton gefalle, Niemanden als mir, was mich nämlich anbelangt,“ ſetzte er ſeufzend hinzu,„der ſo lange in dem ſchönen Italien war, mir iſt es am Ende gleich⸗ gültig, ob man betet:„Vater unſer“ oder„Ave maria.“

In dieſem Augenblick räuſperte und huſtete es neben uns ſehr bemerklich und als ich aufſchaute, ſtand der Herr Specht vor uns mit gefaltenen Händen, er hatte die Augen erhoben und liſpelte:„gehe nicht in's Ge⸗ richt,“ den Nachſatz„mit den Gottloſen“ vonſchwieg er wahrſcheinlich aus Ehrfurcht gegen den Prinzipal. Die⸗ ſer ſaß aber da in zorniger Verlegenheit, eine der Hei⸗ ligenblumen in der Hand, die Cigarre im Mund.

„Es riecht hier ſehr nach Taback,“ ſagte der erſte Buchhalter,„die Frau Prinzipalin haben dieſen für ſie