Teil eines Werkes 
2. Bd. (1850)
Entstehung
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derſelben wankte der alte Biſchoff einher auf dem ſchnee⸗ weißen Haar die ſchwere Mütze und vor ihm getragen wurde das Allerheiligſte in einer goldenen Monſtranz.

Eifrig erzählten wir uns dieſe Geſchichten, der Prin⸗ zipal und der Lehrling, und hatten uns dabei auf den Waarenballen niedergelaſſen und die Blumen, die wir in der Hand hielten mit ihrem eigenthümlichen Geruch verſetzten mich zauberhaft in jene Zeit zurück. Ich ſah wieder das Getümmel des Volkes in glänzendem Zug, die fallenden Roſenblätter, athmete den duftigen Weih⸗ rauch und ganz im Hintergrund ſchwebte der große Ku⸗

chen, der Mittags bei ſolchen Gelegenheiten für uns Kin⸗

der nie fehlte.

Auch der Prinzipal ſchien in der Erinnerung an ver⸗ gangene Tage zu ſchwelgen, ſah aber dabei finſter vor ſich nieder;„und die ſchönen katholiſchen Kirchen,“ fragte er mich,„wie ſind ſie ſo herrlich und anmuthig, die tiefe Dämmerung in denſelben, das zauberiſche Licht, welches durch die gemalten Scheiben hereindringt, hat Er das ſchon Alles geſehen und bemerkt?“

„Ja,“ entgegnete ich eifrig und mir fielen die Stun⸗ den ein, die ich ſpielend und kindlich betend in jenen ſchönen großen Hallen verbracht, ach, ich erinnerte mich noch des Tages, wo ich aus dem Reißmehlſchen Hauſe

gelaufen war, wo mich vor dem Muttergottesbild das

Fieber angefaßt und darniedergeworfen hatte und wo

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