Teil eines Werkes 
2. Bd. (1850)
Entstehung
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war, entgegnete ich ihm, daß ich beides ganz genau kenne und mich namentlich der ſchönen Prozeſſionen, die ich in meiner Jugend geſehen, mit großem Vergnügen erinnere. Eifrig erzählte ich von dem Läuten der Glocken, von den tauſenden geputzten Menſchen, die die Straßen füllten, und von dieſen Straßen ſelbſt, wie ſie ſo reich geſchmückt waren mit ſchönen Guirlanden von Tannenreiſern, die quer über die Gaſſe von einem Haus zum andern hingen, nament⸗ lich aber traten die ſchönen Kronen, die an dieſen Guir⸗ landen frei in der Luft ſchwebten, in der Erinnerung lebhaft vor meine Augen; dieſe Kronen von großen Blumen und weißen Eiern gemacht, waren behängt mit Glasſtücken und bunten Bändern und wenn ein leiſer Wind ging, ſo rauſchten die Zweige und klingelten die Glasſtücke an einander ſo hell und anmuthig, und da⸗ zwiſchen hörte man die ernſten und feierlichen Töne der Muſik, mit der uns die Prozeſſion nahte. Tauſende von Menſchen füllten die Straßen und es kam zuerſt die niedere Geiſtlichkeit in weißen und violetten Gewändern, dann erſchienen dieſe Kleider immer reicher, bald mit Gold⸗ und Silberſtickerei bedeckt und hinter weiß geklei⸗ deten Mädchen, die Blumen ſtreuten, wurde der roth⸗ ſammetne Baldachin getragen, auf ſeinem Dache prangte das ſilberne Lamm mit der weißen Fahne und unter