Teil eines Werkes 
2. Bd. (1850)
Entstehung
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ſehr unangenehmen Geruch auch ſchon im Comptoir be⸗ merkt und mich erſucht, nachzuſehen.“

Der Prinzipal, dem jetzt erſt der ungeheure Frevel,

den er begangen, klar und deutlich wurde, warf die Ci⸗ garre auf den Boden und trat ſie mit dem Fuße aus, „Um Gotteswillen,“ fuhr der Buchhalter fort, und hob ſie wieder auf,„man könnte auf dieſe Art das Haus anzünden,“ es war aber, wie ich glaube, weniger dieſe Beſorgniß, die ihn veranlaßte, die erloſchene Ci⸗ garre mitzunehmen, als um drunten das corpus delieti vorzeigen zu können. Er ging nicht, ohne mir einen mißbilligenden Blick zugeworfen zu haben, und wir blie⸗ ben allein. Der Prinzipal kratzte ſich verdrießlich am Kopfe und wir beendeten die Aufräumung des Maga⸗ zins, ohne weiter ein Wort zu ſprechen.

Während des Mittag⸗Eſſens unterſtand ſich der Prin⸗ zipal nicht, wie er ſonſt wohl zu thun pflegte, einen kleinen Spaß anzugeben. Madame Stieglitz ſah ſehr ernſt aus, Herr Specht hob zuweilen die Augen gegen den Himmel, hatte heute auch ein viel längeres Tiſch⸗ gebet wie gewöhnlich vorgenommen und dieſes äußerſt beziehend und eindringlich mit ſehr bewegter Stimme ge⸗ ſprochen. Ich verwandte kein Auge von meinem Teller und hatte, namentlich nach Tiſch, als mich die Prinzi⸗ palin in das Comptoir citirte, ganz das Anſehen eines armen Sünders.„Hör’ Er,“ ſagte Madame Stieglitz