Teil eines Werkes 
2. Bd. (1850)
Entstehung
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erbaute, mit einem Male über den Haufen, indem ſie ſag te „was Mitte eines Monats, Herr Profeſſor? um etwas Tüch⸗ tiges zu lernen, kann man nie früh genug anfangen, und der Kaufmannsſtand iſt nicht ſo leicht, wie mancher glaubt, wenn es auch ſchwerer iſt, ſich große Wiſſenſchaften an⸗ zueignen und gelehrt zu werden, ſo braucht man doch auch Zeit, um die unzähligen Stoffe, mit denen wir umgehen, kennen zu lernen und ein Hauptbuch gut und ſauber zu führen. Laſſen Sie mir den jungen Menſchen gleich heute da, wir wollen ihn ſchon beſchäftigen“ und der Prinzipal ſetzte hinzu:„ja, wir wollen ihn ſchon beſchäftigen.“ Achſelzuckend nahm der Vetter ſeinen Hut, empfahl ſich dem Hauſe Stieglitz und Comp. und ging eilig davon, nachdem er mir die Hand gereicht.

Mir war das Weinen näher als das Lachen und ich blieb wie angemauert auf meinem Platze ſtehen, der Prinzipal wurde mit einem bedeutſamen Wink vor die Thüre geſchickt und als wir allein waren, hielt mir Madame Stieglitz eine Antrittsrede, die ich in meinem ganzen Leben nicht vergeſſen will:„Junger Menſch,“ ſprach ſie,„wir ſind allein und das iſt gut; denn wenn ich meinen Leuten etwas Unangenehmes zu ſagen habe, ſo braucht es keine weiteren Ohren, als die Meinigen und die, welche meine Worte hören ſollen, aber da wir einmal bei den Ohren ſind, ſo bitte ich, das was ich jetzt ſage, nicht zum einen hinein, zum andern hinaus⸗