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mählich wuchſen die Bäume und Geſträuche um das Haus herum höher und höher und wurden immer die ter und dichter. Niemand konnte am Ende mehr hinein und Niemand wußte am Ende mehr, wo die Prinzeſſiin 1 ſchlief. Da kam der Ritter, für den die Prinzeſſin vom 8 Schickſal beſtimmt war; ihm ganz allein öffneten ſich die verſchlungenen Zweige; er erweckte ſie mit einem Kuß und dann wurde ſie ſein Weib;“ und nachdem er mir dies Mährchen erzählt hatte, ſtützte er den Kopf auf die Hände und ſeine Züge nahmen einen ernſten, faſt erbitterten Ausdruck an, und er ſang mit halblauter
Stimme: In einem kühlen Grunde Da geht ein Mühlenrad, Mein Liebchen iſt verſchwunden, Das dort gewohnet hat. Sie hat mir Treu verſprochen, * Gab mir ein Ringelein, Sie hat die Treu' gebrochen, . Das Ringlein ſprang entzwei.
3„Weg, weg, mit allen finſtern Gedanken,“ unterbrach er ſich ſelber und rief laut:„Gott iſt groß! Gute Nacht, Exladenjüngling! Gedenken Sie meiner beſtändig; wir werden uns, hoff ich, freudigſt wiederſehen.“
7„Bis morgen,“ entgegnete ich lachend.
„Wer weiß,“ verſetzte er, und ſchwang ſich durch das Fenſter in ſein Schlafzimmer.—


