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antwortet, es ſei nicht ſchön, daß Sie glauben, man nehme keinen Antheil an Ihnen. Man nimmt gewiß Antheil, und fehr viel Antheil an Ihnen.“
„Iſt das wahr,“ ſagte der Doktor freudig,„iſt das gewiß wahr? Geben Sie mir die Hand darauf.“
„Wie kann ich Ihnen denn vom Fenſter aus die Hand darauf geben?“ lachte das Mädchen.
Doch er bat wiederholt und flehendlich:„O geben Sie mir die Hand darauf.“
„So gieb ihm doch die Hand, Sibylle,“ ſagte ich. Und langſam wickelte ſte den Arm aus dem warmen Tuch und ſtreckte ſie dem Doktor hinab. Später erinnerte ich mich dieſes Augenblicks noch ſehr lebhaft, wie der Doktor dieſe Hand erfaßte und ſie herzlich küßte, und ſo viel ich es mir jetzt vergegenwärtigen kann, war es eine ſchöne kleine Hand, und neben der Hand wurde noch der Arm ſichtbar, der war ſehr rund und weich. Der Doktor gab ſich ſehr viel Mühe, nachdem er die Hand geküßt, auch noch ein Grübchen im Arme mit ſeinen Lippen zu berüh⸗ ren, was ihm aber erſt nach vielen Anſtrengungen gelang. Dann aber jubelte er mit leiſer Stimme und doch hoch auf, hoch aus recht freudigem und glücklichem Gemüth. Auch ich bekam wieder freundliche Worte von ihm.
„Lieber Exladenjüngling,“ lachte er;„kommen Sie,
wir müſſen noch einen Spaziergang in den Wald machen. Lieber Gott im Himmel, die Welt iſt doch ſchön.“


