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„Das könnt Ihr,“ verſetzte die Müllerin,„doch im
Ernſt von uns nicht ſagen!“
Mein, nein,“ entgegnete haſtig der Doktor mit bit⸗
terem Lächeln;„man iſt hier ſehr freundlich und gütig 5 gegen mich; ich muß gewiß dafür dankbar ſein.“
Sibylle zog mich in ein anderes Fenſter und der
Doktor trat näher zur Müllerin, die ihm mit ihrer wohl⸗
thuenden angenehmen Stimme ſagte:„Hört, Doktor Burbus, Ihr habt eigentlich ein krankes Gemüth. An⸗ fänglich glaubte ich, die Entfernung von der Welt und die Stille auf unſerer Mühle in dem ſchönen Wald wer⸗ den Euch wohl thun. Ihr ſchient auch in der erſten Zeit heiter und vergnügt zu ſein. Doch jetzt weiß ich 3 nicht, was Euch plötzlich widerfährt, denn ſeit einiger Zeit habt Ihr das Anſehen eines Menſchen, der von der Vergangenheit geplagt wird.“
„Nein, nein, das gewiß nicht,“ entgegnete der Doktor
und lehnte ſich zum Fenſter hinaus. „Nun, ich glaube wohl,“ ſagte die Müllerin,„daß Ihr eigentlich nichts auf dem Herzen habt, was Euch Vorwürfe macht und Ihr ſeid noch zu jung, um ein bloß luſtiges und etwas leichtſinniges Leben in allen Theilen wieder gut zu machen.“* „Das wohl, gute Frau,“ entgegnete der Doktor, „nur muß man Gelegenheit dazu haben. Ich bin ſchon Wochen, ja Monden lang hier, ich laufe in's Holz, ich


