Teil eines Werkes 
1. Bd. (1850)
Entstehung
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Kirchweih gefeiert wurde. Es war dies ein großes Ge⸗ höft, und wir fanden dort ſchon alle Anſtalten zu einem großen Mittageſſen. Unter der Hausthür ſtand der Freund des Vetter Chriſtoph und bewillkommnete uns. Er war in kurzen Hoſen, weißen Strümpfen und Schnal⸗ lenſchuhen, angethan mit einer langen Weſte von brau⸗ nem Mancheſter und befand ſich in Hemdärmeln mit der weißen Mütze auf dem Kopfe. Die Frau hielt hinter ihm, hatte zum Willkommen einen Zipfel der langen weißen Schürze emporgeſchlagen und Beide grüßten die Geſellſchaft äußerſt freundlich.

Auf dem Heerde praſſelte ein ungeheures Feuer, über welchem ein ſchwarzer eiſerner Keſſel hing, in dem ein immenſer Schinken herrlich duftete. In einem an⸗ dern Gefäß kochten Erbſen und Bohnen und neben ei⸗ nem rieſenhaften Napf mit Suppe erblickten wir die un⸗ entbehrlichen Kartoffeln ſchneeweiß und mehlig.

Alles wurde nach der Reihe bewillkommt, und daß mir, als einem Bekannten aus früheren Jahren, ein ſehr herzlicher Empfang zu Theil wurde, kann man ſich leicht denken. Die Frau des Vetters wurde von der Wirthin in die Staatsſtube geführt, Vetter Chriſtoph und Els⸗ beth gingen mit dem Gaſtfreund in den Ställen umher, Sibylle ſpazierte mit Anne Marie, der jüngſten Tochter des Hauſes, in den Garten, die Altemagd und die Vieh⸗ magd halfen ihre Colleginnen bei den ſiedenden Keſſeln