Teil eines Werkes 
1. Bd. (1850)
Entstehung
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magd, der erſte Müllerburſche und die Viehmagd, auf's Sauberſte geputzt im beſten Sonntagsſtaat.

Jetzt erſchien der Baas mit Vetter Franz, Vetter

Caspar mit ſeiner Frau und nahmen ihre Plätze ein. Dann erſchien Elsbeth und ſogar die Müllerin mit Si⸗ bylle, und des Doktors Geſicht, das vor Behagen ſtrahlte, wurde ſichtlich ernſter, als die beiden letzteren ſich eben⸗ falls anſchickten, auf den Wagen zu ſteigen. Ich begriff gar nicht, was ihm einfiel, denn als Sibylle und ich auf den erſten Sitz neben ihn kletterten, wollte er die Zügel der Pferde an Caspar abgeben, der ſie aber lachend zurückwies. Jetzt war Alles bereit, der Baas rief: „Vorwärts!“ Der Doktor that einen fürchterlichen Hieb mit der Peitſche in die Luft und die vier Roſſe gallop⸗ pirten davon mit den Schellen klingend, und das blank geputzte Meſſingzeug funkelte und glitzerte in der Mor⸗ genſonne.

Gleich bei der Mühle ging's von der Straße ab, auf die bethauten Wieſen, die mit großen Spinneweben gleich leuchtenden Schleiern bedeckt waren. Die Räder ſchnitten in das Gras ein und ihre Spuren bildeten zwei lange glänzende Schlangen, die den Wagen unab⸗ läſſig zu verfolgen ſchienen. Schmetterlinge flogen um uns her und hoch in der Luft gaben die unſichtbaren Lerchen ein großes Morgenconcert.

Mittags um ein Uhr erreichte man den Ort, wo die