Teil eines Werkes 
1. Bd. (1850)
Entstehung
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Tanten ſahen bei dieſer Aeußerung meine Großmutter fragend an; dieſe aber ſchrieb weiter, ohne ſich irre machen zu laſſen, und als ſie geendet hatte, hob ſie das Papier empor und las:Ein junges Subjekt von guter Familie, ohne Vermögen, aber mit den nöthigen Vorkenntniſſen verſehen, ſucht eine Stelle in einem Spezereiladen, um dieſes Geſchäft zu erlernen, kann aber für Koſt und Logis, die es im Hauſe haben müßte, nur eine ſehr mäßige Vergütung bezahlen.

Ich hörte dies ruhig zu Ende leſen, dann aber miſchte ich mich auch einmal in's Geſpräch und ſagte zu meiner Großmutter ziemlich ernſt: wie es mir vorkomme, ſei ich doch eigentlich kein Subjekt, und ich habe eine ſolche Bezeichnung nie anders brauchen hören, als von Schul⸗ lehrergehülfen, die eine Stelle ſuchen, wo es immer heiße, zu der und der Stelle mögen ſich taugliche Subjekte mel⸗ den. Die Schmiedin, ohne ein Wort hervorbringen zu können, ſtimmte mir kopfnickend bei und ſelbſt meine Tanten nahmen an dem Worte Subjekt Anſtoß und brachten meine Großmutter endlich dahin, daß ſie es ab⸗ änderte und ſetzte:Ein junger Menſch von guter Fa⸗

milie ꝛc. Dieſen Aufſatz mußte ich eigenhändig ab⸗

ſchreiben, worauf ich beordert wurde, ihn auf die Zeitungs⸗ expedition zu bringen, weshalb ich mein Mützchen von der Wand nahm und mich zum Fortgehen anſchickte.

Die Schmiedin, deren tieffühlendes Herz wohl einſah,