wie die Sonne cn einem Apriltage,„wenn er einmal Kaufmann iſt, ſo wird er gewiß ein guter Korreſpondent werden. Denken Sie ſich, Frau Paſtorin, da war der alte Fritz, der Briefträger— Gott hab' ihn ſelig! er iſt lange todt und begraben— der brachte dem ſeligen Herrn die Briefe, und da wollte der Junge auch ſeine Briefe haben und nahm immer Papierſtreifen und machte Briefe daraus, ja, und gab ſie dem alten Fritz, der ſollte ſte wegtragen, und da hätten Sie die Freude ſehen ſollen, wenn der am andern Tag dem Kind dieſelben Briefe als Antwort zurückbrachte. Dann nahm er meine Brille, ſetzte ſie auf und las in den Papieren umher, ganz wie der ſelige Herr, kopfſchüttelnd und lachend. O Gott, o Gott!“ So war es denn im Familienrath beſchloſſen und von mir genehmigt, daß ich meine kaufmänniſche Lauf⸗ bahn in einer Spezereihandlung beginnen ſollte. Ich hatte die Anfangsgründe dieſes Geſchäfts einigermaßen ſchon bei meiner Tante ſtudirt und bildete mir ein, daß es nicht ſchwer ſein würde, mich zu einem tüchtigen Kaufmann der Art heranzubilden. Was meine Familie becwog, mich dieſem Geſchäftszweige zu widmen, war
neben dem Geldpunkte die Rückſicht, daß ich, um eine Stelle der Art zu finden, wahrſcheinlich die Stadt nicht zu verlaſſen brauchte.— Meine Großmutter nahm daher die neueſten Lokalblätter vor, um unter den Anzeigen


