Teil eines Werkes 
1. Bd. (1850)
Entstehung
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Kindheit ſeine Neigungen beobachtet und laſſ' es mir nicht ausreden, daß er ganz zu einem Pfarrer geboren iſt. Sie hätten ihn ſehen ſollen am Sonntag Nachmit⸗

tags, wenn es draußen regnete und er mit andern Kin⸗ dern in der Stube ſpielen mußte. Denken Sie ſich, Frau Paſtorin, da nahm er ſich eine ſchwarze ſeidene Schürze von mir, und ich mußte ihm von weißem Papier einen Kragen machen, wie ihn die geiſtlichen Herrn tragen ſo lang und dann ſtellte er ſich auf ein Paar Stühle und hielt den andern Kindern eine Predigt, ganz wie in der Kirche. Sie beſtand juſt wie dort aus zwei Theilen. Ach, das war gar zu ſchön! Faſt hätte mich die Schmiedin verführt, auf's Neue ein Duett mit ihr zu weinen; aber meine Großmutter ſagte ziemlich ernſt:Sei Sie doch klug, Jungfer Schmie⸗ din; man muß einem Kind nie dergleichen vorſagen, 6 . was es doch nie erreichen kann. Sag' Sie ihm lieber etwas Gutes über den Kaufmannsſtand. Freilich, ſetzte die alte Frau mit einem Seufzer hinzu,ſäh' ich meinen Enkel auch lieber auf der Kanzel, als hinter dem Laden⸗ 1 tiſch. Aber der Wille des Herrn geſchehe! Die Schmiedin, die eigentlich eine ſehr kluge Perſon war, fügte ſich mit großem Takt und es dauerte nicht lange, ſo verſicherte ſie den anweſenden Damen, ich ſei 8 3 ein äußerſt kluges Kind und habe eigentlich zu Allem Talent.Ach, ſagte ſie unter Thränen Peerngehn,

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