Teil eines Werkes 
1. Bd. (1850)
Entstehung
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Comtoirſitzen kam mir freilich nicht eben angenehm vor,* und das Stehen hinter dem Ladentiſch ſchien mir ſogar unerträglich; aber in meinen kindi hen Träumen war der Handelsſtand in unſern Städten nur eine der nie⸗ drigſten Stufen des Gewerbs, über die man ſich auf ei⸗ nen höhern Standpunkt zu ſchwingen habe, wo man den Handel in ganz anderem Lichte erblicke. Dabei ſchwebte mir immer der Commerz in den Seeplätzen vor, von dem ich aus meiner Grammatik etwas hatte kennen lernen. Da ſah ich mich denn mit meinem Pult dicht am Ufer des Meers, um Schiff und Ladung aus der erſten Hand zu empfangen, und ließ mir gleich von den Matroſen ſchöne Geſchichten erzählen, wie es drüben ausſehe unter den Wilden und Hottentotten.

Meine Großmutter ging nun die verſchiedenen Arten des Handelsſtandes mit mir durch, und meine älteſte Tante beleuchtete mir dieſelben von allen Seiten. Zuerſt

kam der Fabrikant; dieſen verwarf ich von vorn herein, weil er nicht in die Welt hinauskommt, ſondern immer hinter ſeinen Maſchinen kleben bleibt. Dann wurde mir der Engroshändler vorgeführt, gegen den ich mich eben⸗ falls entſchied, da er beſtändig über den Büchern liegt und mit den Waaren ſelbſt, die mit ihrem eigenthümli⸗ chen Duft und ihrer ſeltſamen Verpackung ſo ſchön an die fernen Länder erinnern, wo ſie herkommen, faſt gar nicht in Berührung kommt. Wechſelgeſchäfte waren mir

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